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15.08.06 Gustav Seitz (1906-1969) war zeit seines Lebens auf der Suche nach der idealen Form. Er fand sie in der Gestalt des Menschen. Unzählige weibliche und männliche Akte, aber auch Köpfe und Porträts in Form von Zeichnungen und Skulpturen sind dabei entstanden.
09.08.06 Gemalde von Anna Rosina Tanck wieder in Lubeck Das am 5. Juli 2006 durch die Lubecker Museen in Munchen fur 16.500 Euro ersteigerte Portrat der Anna Rosina Tanck, Gattin eines Lubecker Burgermeisters, aus dem Jahr 1642 ist jetzt wieder in Lubeck. Es wird im St. Annen Museum gezeigt.

Das Verhältnis Lübecks zu Schleswig-Holstein ist ein ganz besonderes, denn die Stadt ist erst seit 1937 Teil des Landes. Davor hatte es eine über Jahrhunderte währende eigene Geschichte als Hansesetadt gehabt. Lübeck war eine Freie Rechtsstadt, die von Bürgern regiert wurde, keinem Fürsten unterstellt war, sondern direkt dem Kaiser. Zur Blütezeit der Hanse, im 12. Jahrhundert, war Lübeck eine europäische Machtzentrale und nach Köln in Deutschland die zweitgrößte Stadt. Lübecks Kaufleute trieben mit ihren Schiffen Handel mit dem gesamten Ostseeraum. Es gab Verbindungen nach England, Norwegen, Schweden, Finnland, Dänemark, zu den baltischen Staaten, nach Polen und bis hin nach Russland. "Adler von Lübeck", das Admiralitätsschiff der Lübecker Flotte, war damals mit 1250 BRT eines des größten Schiffe der Welt.

Man kann ohne Übertreibung sagen, dass die Hanse viel Europäisches in sich barg und vieles von dem vorweggenommen hat, was heute aktuell ist.

Heute bleibt Lübeck die Touristenattraktion für fast alle Jahreszeit. Der durchschnittliche Lübeck-Gast ist 47,7 Jahre alt, kommt aus Nordrhein-Westfalen (gefolgt von der Niedersachsen und Bayern) und hat seine Urlaubsreise telefonisch gebucht. Er gibt 48 Euro pro Tag aus, reist zu zweit oder zu dritt mit seinem eigenen PKW an und übernachtet in einem Hotel. Er bleibt bis zu vier Tagen und besucht die Hansestadt vor allem wegen ihrer schönen Altstadtkulisse. Und: Er geht ins Cafe Niederegger.

Nicht jeder der Lübeck-Besucher reist mit dem eigenen Fahrzeug an. Besonders im Winter benutzen 24 Prozent die Bahn. Wer in dieser Jahreswzeit in die Hansestadt kommt, geht in der Regel auf die Weihnachtsmärkte, die einen hohen Bekanntheitsgrad haben.

Ausländische Gäste, allen voran die Schweden, gefolgt von den Dänen und Norwegern, schätzen das Flugzeug als gute Alternative. Sie sind vor allem vom Einkaufsangebot der Hansestadt sehr angetan und geben im Schnitt sechs Euro pro Tag mehr aus als die deutschsprachigen Gäste.

Was unternehmen die Touristen sonst noch so, wenn sie nicht shoppen? 83 Prozent bummeln durch die Altstadt. 50 Prozent sehen sich im Marzipansalon im Cafe Niederegger um. 45 Prozent besuchen die Altstadtkirchen und 44 Prozent das Holstentor.

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